Polizei 2020 wird effizient und sicher
Mittwoch, 7. Juli 2010

eurocopter_ec_135_p2_-_rechte_bei_stahlkocher.jpgBrandenburgs Polizei bekommt eine Perspektive. Weil die personelle Ausstattung und damit auch die Kosten im Vergleich zu anderen Flächenländern der Bundesrepublik ungleich höher ist - und weil die Haushaltslage die Landesregierung zum Sparen zwingt, hatte der Innenminister Rainer Speer im Winter eine Expertenkommission eingesetzt. Sie sollte erarbeiten, wie Brandenburgs Polizei in Zukunft mit weniger Personal den gleichen Sicherheitsstandard wie heute garantieren kann. Heute stellte der Innenminister das Ergebnis der Kommission dem innenausschuß und der Presse vor.

"Es ist gut, dass diese Mammut-Aufgabe nun angegangen wurde", lobte Britta Stark die Einsetzung der Kommission. Das Innenministerium habe vor einer schwierigen Aufgabe gestanden, doch "diese Reform ist notwendig, auch wenn sie Kritik hervorruft."

 Das Konzept bezeichnete sie in einer ersten Einschätzung als solide und mutig. So soll auch in Zukunft ein Revierpolizist für 4.500 Bürger verantwortlich sein. Die Zahl der Streifenpolizisten soll ebenfalls stabil bleiben. Einsparungen wird es aber bei der Kriminalpolizei und der Landeseinsatzeinheit geben. Die Koalitionsfraktionen hatten im Vorfeld der Kommissionsarbeit in einem Antrag ihre Anforderungen an das Konzept dargelegt. "Wir wollten eine zukunftstaugliche Polizei und eine Orientierung an den sinkenden Einwohner- und Kriminalitätszahlen. Diesen Anforderungen kommt der Abschlussbericht auch nach.", so Britta Stark weiter.

Britta Stark ist sich sicher, die Polizei werde auch in Zukunft bürgernah arbeiten können, in der Fläche präsent sein und die Interventionszeiten gleichhalten. "Auch wenn zukünftig nur wenige Wachen rund um die Uhr geöffnet sind, wird die Polizei schnell vor Ort sein. Wenn ich die Polizei brauche, nutze ich den Notruf und rufe nicht bei der Wache an. Und wenn dann jemand kommt, dann ist das der Streifenwagen und nicht der Kollege, der in der Wache Bürodienst hat."

Deshalb sei schon heute die Sicherheit nicht von der Anzahl der Wachen abhängig.Orte wie Jüterbog und Beeskow zeigten schon jetzt, daß eine Wachenschließung nicht zwingend weniger polizeilichen Schutz bedeute. Effizienz und Sicherheit widersprächen sich nicht: „Wenn die Polizisten im neuen Büro-Funkwagen unterwegs sind, statt ihren Dienst auf der Wache zu verrichten, trägt das zum Sicherheitsgefühl der Bürger bei“, ergänzte Stark. 

Hier finden Sie den Bericht der Kommission

Hier finden Sie weitere informationen des Inneministeriums zum Bericht

 
Banner: Community meineSPD.net
Schliessen
Bitte füllen Sie alle Felder aus, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind.

Kontaktdaten
Ihre Nachricht
Einverständniserklärung